Unter physiologischen Bedingungen halten die beiden Systeme der Blutgerinnung und -hemmung im Körper ein dynamisches Gleichgewicht aufrecht, um den Blutfluss in den Blutgefäßen zu gewährleisten. Bei einem Ungleichgewicht überwiegt das Hemmungssystem, wodurch die Blutungsneigung steigt, oder das Gerinnungssystem, wodurch die Thromboseneigung zunimmt. Das Fibrinolysesystem spielt eine wichtige Rolle bei der Thrombolyse. Heute werden wir die beiden anderen Indikatoren des Fibrinolysesystems, D-Dimer und FDP, besprechen, um die Hämostase, die durch Thrombin ausgelöst wird, sowie die Entwicklung des durch Fibrinolyse initiierten Thrombus vollständig zu verstehen. Dies liefert klinische Grundlageninformationen zur Thrombose- und Gerinnungsfunktion von Patienten.
D-Dimer ist ein spezifisches Abbauprodukt, das durch die Vernetzung von Fibrinmonomeren durch aktivierten Faktor XIII und die anschließende Hydrolyse durch Plasmin entsteht. D-Dimer stammt aus dem durch Plasmin aufgelösten vernetzten Fibrin-Gerinnsel. Erhöhte D-Dimer-Werte deuten auf eine sekundäre Hyperfibrinolyse (z. B. DIC) hin. FDP ist der Oberbegriff für die Abbauprodukte, die nach dem Abbau von Fibrin oder Fibrinogen durch das bei Hyperfibrinolyse gebildete Plasmin entstehen. FDP umfasst Fibrinogen- (Fg) und Fibrinmonomer- (FM) Abbauprodukte (FgDPs) sowie vernetzte Fibrin-Abbauprodukte (FbDPs), zu denen auch D-Dimere und andere Fragmente gehören. Erhöhte FbDP-Werte weisen auf eine überaktive fibrinolytische Aktivität des Körpers hin (primäre oder sekundäre Fibrinolyse).
【Beispiel】
Ein Mann mittleren Alters wurde ins Krankenhaus eingeliefert, und die Ergebnisse der Blutgerinnungsuntersuchung waren wie folgt:
| Artikel | Ergebnis | Referenzbereich |
| PT | 13.2 | 10-14 Sekunden |
| APTT | 28,7 | 22-32s |
| TT | 15.4 | 14-21 Jahre |
| FLUNKEREI | 3.2 | 1,8–3,5 g/l |
| DD | 40,82 | 0-0,55 mg/l FEU |
| FDP | 3.8 | 0-5 mg/l |
| AT-III | 112 | 75-125% |
Alle vier Gerinnungsparameter waren negativ, D-Dimer war positiv und FDP negativ, die Ergebnisse waren widersprüchlich. Da zunächst ein Hook-Effekt vermutet wurde, wurde die Probe erneut mit dem ursprünglichen Mehrfach- und einem 1:10-Verdünnungstest untersucht. Das Ergebnis war wie folgt:
| Artikel | Original | 1:10 Verdünnung | Referenzbereich |
| DD | 38,45 | 11.12 | 0-0,55 mg/l FEU |
| FDP | 3.4 | Unterhalb der unteren Grenze | 0-5 mg/l |
Anhand der Verdünnung lässt sich erkennen, dass der FDP-Wert normal sein sollte. Der D-Dimer-Wert verläuft nach der Verdünnung nicht linear, was auf eine mögliche Interferenz hindeutet. Hämolyse, Lipämie und Gelbsucht sollten als mögliche Ursachen ausgeschlossen werden. Aufgrund der uneinheitlichen Verdünnungsergebnisse können solche Fälle häufig durch Interferenzen mit heterophilen Antikörpern oder Rheumafaktoren bedingt sein. Die Anamnese des Patienten sollte auf eine rheumatoide Arthritis überprüft werden. Das Ergebnis der RF-Faktor-Untersuchung war relativ hoch. Nach Rücksprache mit der Klinik wurde der Patient vermerkt und ein Bericht erstellt. Bei der späteren Nachuntersuchung zeigten sich keine thrombotischen Symptome, und es wurde ein falsch positives D-Dimer-Ergebnis festgestellt.
【Zusammenfassen】
D-Dimer ist ein wichtiger Indikator zum Ausschluss einer Thrombose. Es weist eine hohe Sensitivität auf, die entsprechende Spezifität ist jedoch gering. Zudem besteht ein gewisser Anteil falsch positiver Ergebnisse. Die Kombination von D-Dimer und FDP kann einen Teil der falsch positiven D-Dimer-Werte reduzieren. Bei einem Laborergebnis von D-Dimer ≥ FDP können folgende Schlussfolgerungen aus dem Testergebnis gezogen werden:
1. Wenn die Werte niedrig sind (
2. Bei einem hohen Ergebniswert (> Grenzwert) sollten die Einflussfaktoren analysiert werden, da Störfaktoren vorliegen könnten. Es wird empfohlen, einen Verdünnungstest mit mehreren Verdünnungen durchzuführen. Ein linearer Verlauf deutet auf ein positives Ergebnis hin, ein nicht-linearer Verlauf auf ein falsch positives. Zur Verifizierung kann ein zweites Reagenz verwendet werden. Bitte kontaktieren Sie in diesem Fall umgehend die Klinik.
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