Bedeutet ein erhöhter D-Dimer-Wert zwangsläufig eine Thrombose?


Autor: Erfolgsmensch   

1. Der Plasma-D-Dimer-Test ist ein Testverfahren zum Verständnis der sekundären fibrinolytischen Funktion.

Funktionsprinzip: Anti-DD-monoklonale Antikörper sind auf Latexpartikel aufgebracht. Bei Vorhandensein von D-Dimeren im Rezeptorplasma kommt es zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion und zur Aggregation der Latexpartikel. Da dieser Test jedoch bei jeder Blutung mit Blutgerinnselbildung positiv ausfallen kann, weist er eine geringe Spezifität, aber eine hohe Sensitivität auf.

2. Es gibt zwei Quellen für D-Dimer in vivo

(1) Hyperkoagulabilität und sekundäre Hyperfibrinolyse;

(2) Thrombolyse;

Der D-Dimer-Wert spiegelt hauptsächlich die fibrinolytische Funktion wider. Erhöhte oder positive Werte finden sich bei sekundärer Hyperfibrinolyse, wie z. B. bei Hyperkoagulabilität, disseminierter intravaskulärer Koagulation, Nierenerkrankungen, Organabstoßung nach Transplantation, Thrombolysetherapie usw.

3. Solange eine aktive Thrombose und fibrinolytische Aktivität in den Blutgefäßen des Körpers vorliegt, steigt der D-Dimer-Wert.

Beispielsweise können Herzinfarkt, Hirninfarkt, Lungenembolie, Venenthrombose, Operationen, Tumore, disseminierte intravaskuläre Koagulation, Infektionen und Gewebenekrosen zu einem Anstieg des D-Dimers führen. Insbesondere bei älteren und stationären Patienten kann es aufgrund von Bakteriämie und anderen Erkrankungen leicht zu einer gestörten Blutgerinnung und damit zu einem Anstieg des D-Dimers kommen.

4. Die durch D-Dimere widergespiegelte Spezifität bezieht sich nicht auf die Leistung bei einer bestimmten spezifischen Krankheit, sondern auf die gemeinsamen pathologischen Merkmale dieser großen Gruppe von Krankheiten mit Gerinnungs- und Fibrinolysestörungen.

Theoretisch stellt die Bildung von vernetztem Fibrin eine Thrombose dar. Allerdings gibt es zahlreiche klinische Erkrankungen, die das Gerinnungssystem während des Krankheitsverlaufs aktivieren können. Bei der Bildung von vernetztem Fibrin wird das fibrinolytische System aktiviert und das vernetzte Fibrin hydrolysiert, um eine massive Ansammlung (klinisch relevante Thrombose) zu verhindern. Dies führt zu einem deutlichen Anstieg des D-Dimer-Wertes. Daher ist ein erhöhter D-Dimer-Wert nicht zwangsläufig ein Zeichen für eine klinisch relevante Thrombose. Bei manchen Erkrankungen oder Personen kann er ein pathologischer Prozess sein.