Die Prothrombinzeit (PT) bezeichnet die Zeit, die für die Plasmakoagulation nach der Umwandlung von Prothrombin in Thrombin benötigt wird, nachdem plättchenarmes Plasma mit einem Überschuss an Gewebethromboplastin und einer entsprechenden Menge an Kalziumionen versetzt wurde. Eine verlängerte Prothrombinzeit (PT) kann verschiedene Ursachen haben, wie z. B. angeborene oder erworbene Gerinnungsstörungen, einen gestörten Antikoagulationsstatus des Blutes usw. Die wichtigsten Aspekte sind:
1. Angeborene abnorme GerinnungsfaktorenEine abnorme Produktion eines der Gerinnungsfaktoren I, II, V, VII oder X im Körper führt zu einer verlängerten Prothrombinzeit (PT). Patienten können unter ärztlicher Aufsicht Gerinnungsfaktoren substituieren, um diesen Zustand zu verbessern;
2. Abnorme erworbene GerinnungsfaktorenHäufige schwere Lebererkrankungen, Vitamin-K-Mangel, Hyperfibrinolyse, disseminierte intravaskuläre Koagulation usw. – diese Faktoren führen zu einem Mangel an Gerinnungsfaktoren bei Patienten und somit zu einer verlängerten Prothrombinzeit (PT). Für eine gezielte Behandlung müssen die spezifischen Ursachen identifiziert werden. Beispielsweise kann bei Patienten mit Vitamin-K-Mangel eine intravenöse Vitamin-K1-Supplementierung durchgeführt werden, um die Normalisierung der Prothrombinzeit zu fördern.
3. Abnormer BlutgerinnungszustandWenn sich gerinnungshemmende Substanzen im Blut befinden oder der Patient gerinnungshemmende Medikamente wie Aspirin und andere Arzneimittel mit gerinnungshemmender Wirkung einnimmt, kann dies den Gerinnungsmechanismus beeinflussen und die Prothrombinzeit (PT) verlängern. Es wird empfohlen, die Einnahme gerinnungshemmender Medikamente unter ärztlicher Aufsicht zu beenden und auf andere Behandlungsmethoden umzustellen.
Eine um mehr als 3 Sekunden verlängerte Prothrombinzeit (PT) ist klinisch relevant. Ist sie lediglich erhöht und überschreitet den Normwert um nicht mehr als 3 Sekunden, genügt eine engmaschige Beobachtung; eine spezielle Behandlung ist in der Regel nicht erforderlich. Bei einer über längere Zeit verlängerten Prothrombinzeit (PT) muss die genaue Ursache abgeklärt und eine gezielte Therapie eingeleitet werden.
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