Was bedeutet ein niedriger aPTT-Wert?


Autor: Erfolgsmensch   

APTT steht für aktivierte partielle Thromboplastinzeit. Sie bezeichnet die Zeit, die benötigt wird, um partielles Thromboplastin zum Testplasma zu geben und die anschließende Plasmagerinnung zu beobachten. Die APTT ist ein sensitiver und häufig verwendeter Screening-Test zur Bestimmung des endogenen Gerinnungssystems. Der Normalbereich liegt zwischen 31 und 43 Sekunden. Eine Verlängerung um 10 Sekunden über den Normalwert ist klinisch relevant. Aufgrund individueller Unterschiede kann eine nur geringfügige Verkürzung der APTT normal sein und ist in der Regel unbedenklich. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind ausreichend. Bei Unwohlsein sollten Sie jedoch umgehend einen Arzt aufsuchen.

Eine Verkürzung der aPTT deutet auf einen hyperkoagulablen Zustand des Blutes hin, der häufig bei kardiovaskulären und zerebrovaskulären thrombotischen Erkrankungen wie zerebraler Thrombose und koronarer Herzkrankheit vorkommt.

1. Zerebrale Thrombose

Patienten mit einer signifikant verkürzten aPTT haben ein erhöhtes Risiko für eine Hirnthrombose. Diese tritt häufig bei Erkrankungen auf, die mit einer erhöhten Blutgerinnung aufgrund von Veränderungen der Blutbestandteile, wie z. B. Hyperlipidämie, einhergehen. Ist die Hirnthrombose in diesem Stadium nur leicht ausgeprägt, treten lediglich Symptome einer Minderdurchblutung des Gehirns auf, wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei einer schweren Hirnthrombose mit akuter zerebraler Parenchymischämie können klinische Symptome wie Lähmungen der Extremitäten, Sprachstörungen und Inkontinenz auftreten. Patienten mit akuter Hirnthrombose erhalten in der Regel Sauerstoff durch Inhalation und Beatmung. Bei lebensbedrohlichen Symptomen ist eine aktive Thrombolyse oder ein interventioneller Eingriff zur Öffnung der Blutgefäße erforderlich. Nach Abklingen und Kontrolle der akuten Symptome der Hirnthrombose sollten die Patienten weiterhin einen gesunden Lebensstil pflegen und die verordnete Langzeitmedikation unter ärztlicher Aufsicht einnehmen. Es wird empfohlen, sich während der Genesungsphase salz- und fettarm zu ernähren, mehr Gemüse und Obst zu essen und salzreiche Lebensmittel wie Speck, Essiggurken, Konserven usw. zu meiden. Verzichten Sie außerdem auf Rauchen und Alkohol. Treiben Sie Sport in Maßen, sobald es Ihre körperliche Verfassung zulässt.

2. Koronare Herzkrankheit

Eine Verkürzung der aPTT kann auf eine koronare Herzkrankheit hinweisen, die häufig durch eine Hyperkoagulabilität des Koronarblutes verursacht wird. Diese führt zu einer Stenose oder einem Verschluss des Gefäßlumens und in der Folge zu Myokardischämie, Hypoxie und Nekrose. Bei einem relativ hohen Grad der Koronararterienverengung können in Ruhe keine offensichtlichen klinischen Symptome auftreten oder lediglich Beschwerden wie Engegefühl und Brustschmerzen nach Belastung. Bei einer schweren Koronararterienverengung steigt das Risiko eines Myokardinfarkts. Betroffene können in Ruhe oder bei emotionaler Erregung Brustschmerzen, Engegefühl und Atemnot verspüren. Die Schmerzen können in andere Körperteile ausstrahlen und anhalten. Bei akutem Auftreten einer koronaren Herzkrankheit nach sublingualer Gabe von Nitroglycerin oder Isosorbiddinitrat sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Dieser beurteilt, ob eine sofortige Stentimplantation oder Thrombolyse erforderlich ist. Nach der Akutphase ist eine Langzeittherapie mit Thrombozytenaggregationshemmern und Antikoagulanzien erforderlich. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus sollte der Patient eine salz- und fettarme Ernährung einhalten, mit dem Rauchen und dem Alkoholkonsum aufhören, sich regelmäßig bewegen und auf ausreichend Ruhe achten.