1. Klinische Anwendung von Blutgerinnungsprojekten bei Herz- und zerebrovaskulären Erkrankungen
Weltweit ist die Zahl der Menschen mit Herz-Kreislauf- und zerebrovaskulären Erkrankungen hoch und steigt jährlich. In der klinischen Praxis zeigen viele Patienten einen raschen Krankheitsbeginn, begleitet von Hirnblutungen, was die Prognose verschlechtert und lebensbedrohlich sein kann.
Es gibt zahlreiche Herz-Kreislauf- und zerebrovaskuläre Erkrankungen, deren Einflussfaktoren sehr komplex sind. Die kontinuierliche Vertiefung der klinischen Gerinnungsforschung hat gezeigt, dass Gerinnungsfaktoren auch bei Herz-Kreislauf- und zerebrovaskulären Erkrankungen als Risikofaktoren für diese Erkrankungen dienen können. Klinische Studien belegen, dass sowohl der extrinsische als auch der intrinsische Gerinnungsweg bei diesen Patienten Einfluss auf Diagnose, Beurteilung und Prognose dieser Erkrankungen haben. Daher ist eine umfassende Beurteilung des Gerinnungsrisikos von großer Bedeutung für Patienten mit Herz-Kreislauf- und zerebrovaskulären Erkrankungen.
2. Warum sollten Patienten mit Herz- und zerebrovaskulären Erkrankungen auf Gerinnungsindikatoren achten?
Herz-Kreislauf- und zerebrovaskuläre Erkrankungen sind Krankheiten, die die menschliche Gesundheit und das Leben ernsthaft gefährden und mit hohen Sterblichkeits- und Behinderungsraten einhergehen.
Durch die Untersuchung der Blutgerinnungsfunktion bei Patienten mit kardiovaskulären und zerebrovaskulären Erkrankungen lässt sich feststellen, ob bei dem Patienten Blutungen und das Risiko einer Venenthrombose vorliegen; im Verlauf der anschließenden Antikoagulationstherapie kann auch die Wirkung der Antikoagulation beurteilt und die klinische Medikation so gesteuert werden, dass Blutungen vermieden werden.
1) Schlaganfallpatienten
Ein kardioembolischer Schlaganfall ist ein ischämischer Schlaganfall, der durch die Ablösung von kardiogenen Emboli in den betroffenen Hirnarterien verursacht wird und 14 bis 30 % aller ischämischen Schlaganfälle ausmacht. Vorhofflimmern ist für über 79 % aller kardioembolischen Schlaganfälle verantwortlich. Da kardioembolische Schlaganfälle schwerwiegender sind, ist eine frühzeitige Diagnose und ein aktives Eingreifen erforderlich. Zur Beurteilung des Thromboserisikos und der Antikoagulationstherapie ist es notwendig, Gerinnungsparameter zu verwenden, um die Wirksamkeit der Antikoagulation zu überprüfen und die Medikation präzise anzupassen, um Blutungen vorzubeugen.
Das größte Risiko bei Patienten mit Vorhofflimmern ist die arterielle Thrombose, insbesondere die zerebrale Embolie. Empfehlungen zur Antikoagulation bei zerebralem Infarkt infolge von Vorhofflimmern:
1. Der routinemäßige sofortige Einsatz von Antikoagulanzien wird bei Patienten mit akutem Hirninfarkt nicht empfohlen.
2. Bei Patienten, die mit einer Thrombolyse behandelt werden, wird die Anwendung von Antikoagulanzien innerhalb von 24 Stunden generell nicht empfohlen.
3. Sofern keine Kontraindikationen wie Blutungsneigung, schwere Leber- und Nierenerkrankungen, Blutdruck >180/100 mmHg usw. vorliegen, können die folgenden Bedingungen für eine selektive Anwendung von Antikoagulanzien in Betracht gezogen werden:
(1) Patienten mit Herzinfarkt (z. B. künstliche Herzklappe, Vorhofflimmern, Myokardinfarkt mit Wandthrombus, linksatriale Thrombose usw.) neigen zu einem erneuten Schlaganfall.
(2) Patienten mit ischämischem Schlaganfall und gleichzeitigem Protein-C-Mangel, Protein-S-Mangel, aktiver Protein-C-Resistenz und andere thrombopronische Patienten; Patienten mit symptomatischer extrakranieller Dissektion eines Aneurysmas; Patienten mit intrakranieller Arterienstenose.
(3) Bettlägerige Patienten mit Hirninfarkt können niedrig dosiertes Heparin oder eine entsprechende Dosis niedermolekularen Heparins (LMWH) zur Vorbeugung von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien erhalten.
2) Der Nutzen der Überwachung des Gerinnungsindex bei der Anwendung von Antikoagulanzien
• PT: Die INR-Leistung des Labors ist gut und kann zur Steuerung der Dosisanpassung von Warfarin sowie zur Beurteilung des Blutungsrisikos von Rivaroxaban und Edoxaban herangezogen werden.
• APTT: Kann zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von (moderaten Dosen) unfraktioniertem Heparin und zur qualitativen Beurteilung des Blutungsrisikos von Dabigatran verwendet werden.
• TT: Sensitiv gegenüber Dabigatran, wird verwendet, um Dabigatran-Rückstände im Blut nachzuweisen.
• D-Dimer/FDP: Es kann zur Beurteilung der therapeutischen Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin und Heparin sowie zur Beurteilung der therapeutischen Wirkung von Thrombolytika wie Urokinase, Streptokinase und Alteplase verwendet werden.
• AT-III: Es kann zur Steuerung der medikamentösen Wirkung von Heparin, niedermolekularem Heparin und Fondaparinux verwendet werden und um anzuzeigen, ob in der klinischen Praxis ein Wechsel der Antikoagulanzien erforderlich ist.
3) Antikoagulation vor und nach Kardioversion von Vorhofflimmern
Bei der Kardioversion von Vorhofflimmern besteht ein Risiko für Thromboembolien. Eine adäquate Antikoagulationstherapie kann dieses Risiko verringern. Bei hämodynamisch instabilen Patienten mit Vorhofflimmern, die eine dringende Kardioversion benötigen, sollte der Beginn der Antikoagulation die Kardioversion nicht verzögern. Sofern keine Kontraindikation besteht, sollten Heparin, niedermolekulares Heparin oder ein NOAK so schnell wie möglich verabreicht und die Kardioversion gleichzeitig durchgeführt werden.
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