Thrombinzeit-Kit (TT)

TT bezeichnet die Blutgerinnungszeit nach Zugabe von standardisiertem Thrombin zum Plasma. Im normalen Gerinnungsweg wandelt das gebildete Thrombin Fibrinogen in Fibrin um, was sich in der TT widerspiegelt. Da Fibrin(proto)abbauprodukte (FDP) die TT verlängern können, wird die TT mitunter als Screening-Test für das fibrinolytische System eingesetzt.


Produktdetails

TT bezeichnet die Blutgerinnungszeit nach Zugabe von standardisiertem Thrombin zum Plasma. Im normalen Gerinnungsweg wandelt das gebildete Thrombin Fibrinogen in Fibrin um, was sich in der TT widerspiegelt. Da Fibrin(proto)abbauprodukte (FDP) die TT verlängern können, wird die TT mitunter als Screening-Test für das fibrinolytische System eingesetzt.

 

Klinische Bedeutung:

(1) Eine verlängerte TT (mehr als 3 Sekunden über dem normalen Kontrollwert) kann auf einen Anstieg von Heparin und heparinoiden Substanzen hinweisen, z. B. bei Lupus erythematodes, Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen usw. Niedrige (keine) Fibrinogenämie, abnorme Fibrinogenämie.

(2) Erhöhte FDP: z. B. DIC, primäre Fibrinolyse usw.

 

Eine verlängerte Thrombinzeit (TZ) tritt bei vermindertem Plasmafibrinogen oder strukturellen Plasmaveränderungen auf; ebenso bei der klinischen Anwendung von Heparin oder bei erhöhtem Einsatz heparinähnlicher Antikoagulanzien bei Leber-, Nieren- und systemischem Lupus erythematodes; sowie bei einer Überfunktion des fibrinolytischen Systems. Eine verkürzte Thrombinzeit findet sich beispielsweise bei Vorhandensein von Kalziumionen im Blut oder bei saurem Blut.

Die Thrombinzeit (TZ) spiegelt die Konzentration gerinnungshemmender Substanzen im Körper wider; eine Verlängerung deutet auf eine Hyperfibrinolyse hin. Gemessen wird die Zeit, die Fibrin nach Zugabe von standardisiertem Thrombin zur Bildung von Fibrin benötigt wird. Bei Erkrankungen mit niedrigem oder fehlendem Fibrinogenspiegel, disseminierter intravasaler Koagulopathie (DIC) und unter Einnahme heparinoider Substanzen (z. B. Heparintherapie, systemischer Lupus erythematodes (SLE), Lebererkrankungen) ist die TZ verlängert. Eine Verkürzung der TZ hat keine klinische Relevanz.

 

Normalbereich:

Der Normalwert liegt bei 16–18 Sekunden. Eine Überschreitung des Normalwerts um mehr als 3 Sekunden ist abnormal.

 

Notiz:

(1) Das Plasma sollte bei Raumtemperatur nicht länger als 3 Stunden haltbar sein.

(2) Dinatriumedetat und Heparin sollten nicht als Antikoagulanzien verwendet werden.

(3) Am Ende des Experiments basiert die Reagenzglasmethode auf der anfänglichen Koagulation beim Auftreten von Trübung; die Glasschalenmethode basiert auf der Fähigkeit, Fibrinfilamente hervorzurufen.

 

Verwandte Krankheiten:

Lupus erythematodes

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