Die Blutgerinnung ist ein normaler Schutzmechanismus des Körpers. Bei einer lokalen Verletzung reichern sich Gerinnungsfaktoren schnell an, wodurch das Blut zu einem gelartigen Blutklumpen gerinnt und übermäßiger Blutverlust verhindert wird. Eine Gerinnungsstörung hingegen kann zu übermäßigem Blutverlust führen. Daher ist es wichtig, bei einer festgestellten Gerinnungsstörung die Ursachen zu ermitteln und zu behandeln.
Was ist die Ursache einer Gerinnungsstörung?
1. Thrombozytopenie
Thrombozytopenie ist eine häufige Blutkrankheit, die auch bei Kindern auftreten kann. Sie kann zu einer verminderten Blutbildung im Knochenmark, einem erhöhten Blutzuckerspiegel und Blutverdünnungsproblemen führen. Betroffene benötigen eine Langzeitmedikation zur Behandlung. Da Thrombozytopenie zum Abbau und zur Beeinträchtigung der Thrombozytenfunktion führen kann, ist bei schwereren Verläufen eine zusätzliche Gabe von Medikamenten erforderlich, um die Blutgerinnung aufrechtzuerhalten.
2. Blutverdünnung
Hämodilution bezeichnet die Zufuhr einer großen Flüssigkeitsmenge in kurzer Zeit. Dadurch sinkt die Konzentration bestimmter Substanzen im Blut, und das Gerinnungssystem wird leichter aktiviert. In diesem Zeitraum kann es leicht zu Thrombosen kommen. Da jedoch große Mengen an Gerinnungsfaktoren verbraucht werden, wird die normale Gerinnungsfunktion beeinträchtigt, weshalb nach einer Blutverdünnung Gerinnungsstörungen häufiger auftreten.
3. Hämophilie
Hämophilie ist eine häufige Blutkrankheit. Die Hauptsymptomatik ist eine Gerinnungsstörung. Da die Krankheit auf einem erblichen Defekt der Gerinnungsfaktoren beruht, ist sie nicht heilbar. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer Prothrombinstörung, die schwere Blutungen zur Folge haben kann, darunter Muskelblutungen, Gelenkblutungen und innere Organblutungen.
4. Vitaminmangel
Vitaminmangel kann auch zu Gerinnungsstörungen führen, da verschiedene Gerinnungsfaktoren in der Leber zusammen mit Vitamin K synthetisiert werden müssen. Dieser Teil des Gerinnungsfaktors wird als Vitamin-K-abhängiger Gerinnungsfaktor bezeichnet. Fehlen Vitamine, ist daher auch der Gerinnungsfaktor nicht ausreichend vorhanden und kann nicht vollständig an der Blutgerinnung teilnehmen, was zu einer Gerinnungsstörung führt.
5. Leberinsuffizienz
Leberinsuffizienz ist eine häufige klinische Ursache für Störungen der Blutgerinnung, da die Leber der Hauptsyntheseort für Gerinnungsfaktoren und -inhibitorische Proteine ist. Bei einer Leberinsuffizienz kann die Synthese dieser Proteine nicht aufrechterhalten werden. Eine Funktionsstörung der Leber führt zu erheblichen Veränderungen der Blutgerinnung. Erkrankungen wie Hepatitis, Leberzirrhose und Leberkrebs können beispielsweise Blutungen unterschiedlichen Schweregrades verursachen. Dies ist ein Problem, das durch die Beeinträchtigung der Blutgerinnung durch die Leberfunktion bedingt ist.
Eine Gerinnungsstörung kann viele Ursachen haben. Wenn eine Gerinnungsstörung festgestellt wird, muss man sich daher im Krankenhaus einer detaillierten Untersuchung unterziehen, um die genaue Ursache zu ermitteln und eine gezielte Behandlung einzuleiten.
Visitenkarte
Chinesisches WeChat