Welche Gerinnungstests werden üblicherweise durchgeführt?


Autor: Erfolgsmensch   

Bei einer Blutgerinnungsstörung kann man sich zur Bestimmung des Plasma-Prothrombinspiegels ins Krankenhaus begeben. Die einzelnen Parameter des Gerinnungsfunktionstests sind wie folgt:

1. Bestimmung des Plasma-Prothrombinspiegels: Der Normalwert für die Bestimmung des Plasma-Prothrombinspiegels liegt bei 11–13 Sekunden. Eine verlängerte Gerinnungszeit kann auf Leberschäden, Hepatitis, Leberzirrhose, Verschlussikterus und andere Erkrankungen hinweisen; eine verkürzte Gerinnungszeit kann auf eine Thrombose hindeuten.

2. INR-Kontrolle: Dies ist das Verhältnis der Prothrombinzeit des Patienten zur normalen Prothrombinzeit. Der Normbereich liegt zwischen 0,9 und 1,1. Eine Abweichung vom Normwert deutet auf eine Gerinnungsstörung hin. Je größer die Abweichung, desto schwerwiegender das Problem.

3. Bestimmung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT): Dies ist ein Test zur Bestimmung endogener Gerinnungsfaktoren. Der Normalwert liegt zwischen 24 und 36 Sekunden. Eine verlängerte aPTT kann auf einen Fibrinogenmangel hinweisen. Betroffene neigen zu Lebererkrankungen, Verschlussikterus und anderen Erkrankungen; bei Neugeborenen kann es zu Blutungen kommen. Eine verkürzte aPTT kann auf einen akuten Myokardinfarkt, einen ischämischen Schlaganfall, eine Venenthrombose oder andere Erkrankungen hinweisen.

4. Fibrinogenbestimmung: Der Normalbereich dieses Wertes liegt zwischen 2 und 4. Ein erhöhter Fibrinogenwert deutet auf eine akute Infektion hin und kann auf Arteriosklerose, Diabetes, Urämie und andere Erkrankungen hinweisen; ein erniedrigter Wert kann auf eine schwere Hepatitis, Leberzirrhose und andere Erkrankungen hindeuten.

5. Bestimmung der Thrombinzeit; der Normalbereich liegt zwischen 16 und 18 Sekunden. Eine Überschreitung des Normalwerts um mehr als 3 Sekunden gilt als pathologisch und deutet in der Regel auf Leber-, Nieren- oder andere Erkrankungen hin. Eine verkürzte Thrombinzeit kann auf Kalziumionen im Blut hinweisen.

6. Bestimmung des D-Dimers: Der normale Bereich dieses Wertes liegt zwischen 0,1 und 0,5. Wird während des Tests ein signifikant erhöhter Wert festgestellt, kann dies auf kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Erkrankungen, Lungenembolie oder bösartige Tumore hinweisen.