D-Dimer wird in der klinischen Praxis üblicherweise als einer der wichtigsten Verdachtsindikatoren für Lungenembolie und tiefe Venenthrombose verwendet. Wie kam es dazu?
Plasma-D-Dimer ist ein spezifisches Abbauprodukt, das durch Plasminhydrolyse entsteht, nachdem Fibrinmonomere durch aktivierenden Faktor XIII vernetzt wurden. Es ist ein spezifischer Marker der Fibrinolyse. D-Dimere stammen aus vernetzten Fibrin-Gerinnseln, die durch Plasmin lysiert werden. Solange in den Blutgefäßen des Körpers eine aktive Thrombose und fibrinolytische Aktivität vorliegen, steigt der D-Dimer-Spiegel. Herzinfarkt, Hirninfarkt, Lungenembolie, Venenthrombose, Operationen, Tumore, disseminierte intravaskuläre Koagulation (DIC), Infektionen und Gewebenekrosen können zu einem Anstieg des D-Dimer-Spiegels führen. Insbesondere bei älteren und stationären Patienten kann es aufgrund von Bakteriämie und anderen Erkrankungen leicht zu abnormaler Blutgerinnung und damit zu einem Anstieg des D-Dimer-Spiegels kommen.
D-Dimer spiegelt hauptsächlich die fibrinolytische Funktion wider. Erhöhte oder positive Werte finden sich bei sekundärer Hyperfibrinolyse, wie z. B. bei Hyperkoagulabilität, disseminierter intravaskulärer Koagulopathie (DIC), Nierenerkrankungen, Organabstoßung nach Transplantationen, Thrombolysetherapie usw. Die Bestimmung der Hauptfaktoren des fibrinolytischen Systems ist von großer Bedeutung für die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des fibrinolytischen Systems (wie DIC, verschiedene Thromben) und von Erkrankungen, die mit dem fibrinolytischen System in Zusammenhang stehen (wie Tumoren, Schwangerschaftssyndrom), sowie für die Überwachung der Thrombolysetherapie.
Erhöhte D-Dimer-Werte, ein Fibrinabbauprodukt, weisen auf einen häufigen Fibrinabbau in vivo hin. Daher ist fibröses D-Dimer ein wichtiger Indikator für tiefe Venenthrombose (TVT), Lungenembolie (LE) und disseminierte intravaskuläre Koagulopathie (DIC).
Viele Krankheiten verursachen eine Aktivierung des Gerinnungssystems und/oder des Fibrinolysesystems im Körper, was zu einem Anstieg des D-Dimer-Spiegels führt. Diese Aktivierung steht in engem Zusammenhang mit Stadium, Schweregrad und Behandlung der Krankheit. Daher kann bei diesen Krankheiten die Bestimmung des D-Dimer-Spiegels als Bewertungsmarker für die Stadieneinteilung, Prognose und Behandlungsführung verwendet werden.
Anwendung von D-Dimer bei tiefer Venenthrombose
Seit Wilson et al. 1971 erstmals Fibrinabbauprodukte zur Diagnose einer Lungenembolie einsetzten, spielt der Nachweis von D-Dimer eine entscheidende Rolle in der Diagnostik dieser Erkrankung. Mit hochsensitiven Nachweismethoden weist ein negativer D-Dimer-Wert eine ideale negative prädiktive Aussagekraft für eine Lungenembolie auf (0,99). Ein negatives Ergebnis schließt eine Lungenembolie praktisch aus und reduziert somit invasive Untersuchungen wie Ventilations-Perfusions-Szintigraphie und Pulmonalisangiographie sowie eine unnötige Antikoagulationstherapie. Die D-Dimer-Konzentration korreliert mit der Lage des Thrombus: Sie ist in den Hauptästen des Pulmonalstamms höher und in den Nebenästen niedriger.
Negative D-Dimer-Werte im Plasma schließen eine tiefe Venenthrombose (TVT) aus. Die Angiographie bestätigte, dass eine TVT in allen Fällen D-Dimer-positiv war. Der Test kann zur Steuerung der Thrombolysetherapie und der Heparin-Antikoagulation sowie zur Überwachung der Wirksamkeit herangezogen werden.
Der D-Dimer-Wert kann Veränderungen der Thrombusgröße widerspiegeln. Ein erneuter Anstieg des Wertes deutet auf ein Rezidiv des Thrombus hin; bleibt der Wert während der Behandlung erhöht, ohne dass sich die Thrombusgröße verändert, ist die Behandlung unwirksam.
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