Der Schweregrad der Thrombose


Autor: Erfolgsmensch   

Im menschlichen Blut existieren Gerinnungs- und Antikoagulationssysteme. Normalerweise halten diese beiden Systeme ein dynamisches Gleichgewicht aufrecht, um einen normalen Blutfluss in den Blutgefäßen zu gewährleisten und die Bildung von Thromben zu verhindern. Bei niedrigem Blutdruck, Flüssigkeitsmangel usw. verlangsamt sich der Blutfluss, das Blut wird konzentrierter und zähflüssiger, die Gerinnungsfunktion ist überaktiv oder die Antikoagulationsfunktion geschwächt. Dies stört das Gleichgewicht und führt zu einem „thrombotischen Zustand“. Thrombosen können überall in den Blutgefäßen auftreten. Der Thrombus wandert mit dem Blut. Bleibt er in den Hirnarterien und blockiert den normalen Blutfluss, spricht man von einer Hirnthrombose, die einen ischämischen Schlaganfall verursachen kann. Auch die Herzkranzgefäße können betroffen sein, was zu einem Herzinfarkt führen kann. Darüber hinaus kann es zu arteriellen Thrombosen der unteren Extremitäten, tiefen Venenthrombosen der unteren Extremitäten und Lungenembolien kommen.

Bei einer Thrombose treten meist zunächst schwere Symptome auf, wie z. B. Halbseitenlähmung und Aphasie nach einem Hirninfarkt, starke Brustkoliken nach einem Herzinfarkt oder starke Brustschmerzen, Atemnot und Bluthusten nach einem Lungeninfarkt. Auch Beinschmerzen, Kältegefühl und Schaufensterkrankheit können die Folge sein. Sehr schwere Herzinfarkte, Hirninfarkte und Lungeninfarkte können sogar zum plötzlichen Tod führen. Manchmal verlaufen Thrombosen jedoch symptomlos, wie beispielsweise bei einer häufigen tiefen Beinvenenthrombose, bei der lediglich die Wade schmerzt und sich unangenehm anfühlt. Viele Betroffene führen dies auf Müdigkeit oder Kälte zurück und nehmen die Symptome nicht ernst, wodurch der optimale Behandlungszeitpunkt leicht verpasst wird. Besonders bedauerlich ist, dass auch viele Ärzte Fehldiagnosen stellen. Typische Beinödeme erschweren nicht nur die Behandlung, sondern können auch zu Folgeschäden führen.