Die neue klinische Anwendung von D-Dimer Teil Drei


Autor: Erfolgsmensch   

Anwendung von D-Dimer in der oralen Antikoagulationstherapie:

1. Der D-Dimer-Wert bestimmt die Art der oralen Antikoagulationstherapie.

Die optimale Dauer der Antikoagulationstherapie bei Patienten mit venöser Thromboembolie (VTE) oder anderen Thromboseerkrankungen ist weiterhin unklar. Unabhängig davon, ob es sich um NOAK oder Vitamin-K-Antagonisten (VKA) handelt, empfehlen internationale Leitlinien, dass die Entscheidung über eine Verlängerung der Antikoagulation nach drei Monaten auf dem Blutungsrisiko basieren sollte. Der D-Dimer-Wert kann hierbei individuelle Informationen liefern.

2. D-Dimer dient als Leitfaden für die Anpassung der Intensität oraler Antikoagulanzien.

Warfarin und die neuen oralen Antikoagulanzien sind derzeit die am häufigsten in der klinischen Praxis eingesetzten oralen Antikoagulanzien. Beide können den D-Dimer-Spiegel senken. Der D-Dimer-Spiegel wird durch die gerinnungshemmende Wirkung eines Medikaments bestimmt, die die Aktivierung des Gerinnungs- und Fibrinolysesystems reduziert und somit indirekt zu einer Senkung des D-Dimer-Spiegels führt. Experimentelle Ergebnisse haben gezeigt, dass eine D-Dimer-gesteuerte Antikoagulation die Häufigkeit von Nebenwirkungen bei Patienten effektiv verringert.